Inklusion und Integration (Bachelorarbeit von Ina Menting)

Die Bachelorarbeit von Ina Menting behandelt ein hochaktuelles Thema der Schulpädagogik, die Diskussion um das Inklusionsprinzip. Frau Menting hat sich bereits als wachsam und aufmerksam für die politische Diskussion um diese neue Sichtweise der Sonderpädagogik erwiesen und den Studiengang Sonderpädagogik in Flensburg dazu gebracht, einen der Hauptvertreter der Inklusion (Kollege Hinze aus Halle) zu einer öffentlichen Diskussion nach Flensburg einzuladen.

In ihrer Arbeit versteht Frau Menting sehr gut, die Diskussion um die Sonderschulen zu beschreiben. Vor allem gelingt es ihr, deutlich zu machen, dass die derzeitigen Reaktionen mit einem Abbau der Förderschulen überhaupt nicht ausreichen, um der Forderung der UNO gerecht zu werden. Gerade in Schleswig-Holstein haben sich die Minister bzw. Ministerinnen dieser und der früheren Regierung darauf verständigt, den bloßen Rückgang von Fördermaßnahmen als Nachweis für nachhaltige Inklusion zu verstehen.

Anhand von drei wissenschaftlichen Büchern des Jahres 2009 werden die Argumente für und gegen Inklusion aufgearbeitet. Die Meinung dieser Autoren wird von einer kleinen Sammlung von Artikeln aus der Publikumspresse vervollständig und bestätigt. Argumente und Gegenargumente werden rundum zufriedenstellen und sprachlich angenehm lesbar dargestellt.

Die Bachelorarbeit ist eine grundsolide Vorbereitung der Theorie auf eine empirische Studie über Wis-sen und Unwissen sowie Akzeptanz von Maßnahmen in der Schule, die das gemeinsame Lernen unterstützen. Mit der kleinen, nur oberflächlich ausgewerteten Interviewsreihe wird gezeigt, dass die Bacherlorarbeit die Grundlage für eine empirische Studie gelegt hat. Die Fortsetzung der Arbeit in der Masterarbeit erscheint zwangsläufig und sinnvoll.

Betreuung der Arbeit durch Prof. Dr. Herbert Bruhn und Prof. Dr. Bernd Hansen

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